Welcher Autositz
ist der richtige für mein Kind?
Sitze für Neugeborene
Babys sind von Natur aus äußerst schutzbedürftig. Deshalb müssen BabyAutositze maximalen Anforderungen entsprechen. Besonderen Wert legen wir auf folgende Details:
- zentral verstellbarer Hosenträgergurt
- weich gepolsterte waschbare Bezüge
- stabile Kunststoff-Schale und breite Wangen für guten Seitenhalt
- Platzierung entgegen der Fahrtrichtung, da diese Position den kleinen Körper im Falle eines Aufpralls bestmöglich schützt (nicht auf Beifahrersitzen mit Airbag platzieren)
- Schaukelfunktion für Zuhause
|
Sitze für Kleinkinder
Gruppe I+II
9 - 18 kg
geeignet für Kinder von
8 Monaten bis 5 Jahre
Zu den Produkten
Da Kleinkinder beim Autofahren öfter mal einschlafen, sollte der Kinder-Autositz entsprechend ausgestattet sein:
- verstellbare Sitz- und Liegefunktion
- breite Seitenwangen, die dem schlafenden Kind bestmöglichen Seitenhalt geben
- zentral verstellbarer Hosenträgergurt, der im Falle eines Aufpralls den Oberkörper gleichmäßig zurückhält
- sollen mehrere Kinder im Auto befördert werden, kann die Befestigung des Sitzes mit dem 2-Punktgurt wichtig sein
|
Sitze für die "Großen"
Gruppe II-III
15 - 36 kg
geeignet für Kinder von
ca. 3 bis 12 Jahre
Zu den Produkten
Kinder die bereits in den Kindergarten oder in die Schule gehen, haben eigene Vorstellungen von "ihrem" Kindersitz:
- erhöhter Sitz für optimalen Gurtverlauf und bessere Rundumsicht
- einfache Gurtführung, die selbstständiges Angurten ermöglicht
- strapazierfähige, waschbare Bezüge
- einfaches Wechseln in andere Autos
|
Langzeitsitze
Gruppe I-III
9 - 36 kg
geeignet für Kinder von
9 Monaten bis 12 Jahre
Zu den Produkten
Eine sehr gute Lösung für alle Eltern, die ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis mit folgenden Anforderungen kombinieren möchten:
- optimierte Gurtführung über die Schulter des Kindes und niemals entlang des Halses!
- anatomisch geformte Sitzschale
- breite Seitenwangen für guten Seitenhalt
- strapazierfähige, waschbare Bezüge
- problemloses Wechseln in ein anderes Fahrzeug
- zentral verstellbarer Hosenträgergurt
|
Der richtige Autositz kann das Leben Ihres Kindes retten
Autounfälle zählen mit zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. In der Broschüre „Kinder sichern im Auto“, herausgegeben vom GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) wird auf alarmierende Fakten aufmerksam gemacht: „Unfalluntersuchungen belegen, dass ungesicherte Kinder gegenüber gesicherten Kindern bei einem Autounfall ein siebenmal höheres Risiko haben, schwere bis tödliche Verletzungen zu erleiden. Für den Schutz der Kinder ist jedoch nicht nur das Sichern allein, sondern auch die Qualität der Sicherung von großer Bedeutung.“
Die Broschüre hier herunterladen >
Der Baby-Autositz muss von Geburt an verwendet werden. Bemühen Sie sich also noch vor der Geburt um ein passendes Modell. Die gesetzliche Vorschrift sieht die Pflicht des Kinder-Autositzes für den Transport im Auto bis zu einer Größe des Kindes von 150 cm vor.
Europaweite Sicherungspflicht
Seit dem 9. Mai 2006 gilt europaweit eine verhaltensrechtliche Verpflichtung zum Anlegen von Sicherheitsgurten und zur Verwendung von Sicherheitssystemen für Kinder in allen Fahrzeugarten. Die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern ist wie folgt definiert: „Kinder bis zu einer Größe von 150 cm müssen mit einer Kinderrückhalteeinrichtung gesichert werden (in wenigen EU-Mitgliedsstaaten beträgt die Größe 135 cm). Die Festlegung des Alters der Kinder obliegt den Mitgliedsstaaten.“ DIE ECE-NORMWer Kinder im Auto mitnimmt, sollte vorher überprüfen nach welcher europäischen Norm der Kindersitz zugelassen ist. Seit 8. April 2008 dürfen gemäß StVO-Änderungvom 11. Mai 2006 nur noch Kindersitze der aktuellenPrüfnormen ECE 44/03 und ECE 44/04 verkauft undverwendet werden.Ein guter Kindersitz muss nach der Europäischen Prüfnorm ECE 44 getestet und zugelassen sein. Am Sitz ist das orangefarbene ECEPrüfzeichen angebracht. Eine zweistellige Zahl gibt Aufschluss über die Prüfnorm. Die derzeit aktuelle Version ist die ECE-R 44/04. Dieses Etikett zeigt auch für welche Gewichtsgruppe der Sitz geeignet ist.
Das Interview mit dem ADAC-Sicherheitsexperten Andreas Ratzek
Wann sollte ich von einem Baby-Autositz auf einen Kinder-Autositz wechseln, und was muss ich dabei beachten?
Da der Transport in einem Baby-Autositz entgegen der Fahrtrichtung besonders sicher ist, sollte der Wechsel so spät wie möglich erfolgen. Erst wenn der Kopf des Babys den oberen Rand der Schale erreicht, sollte in einen Kindersitz der Klasse I gewechselt werden. BEGRÜNDUNG: In der Babyschale wird der gesamte Körper abgestützt – es gibt keine Relativbewegung zwischen Kopf und Rumpf - die Belastungen für Kopf und Nacken sind viel niedriger, als in einem nach vorne gerichteten Kindersitz, in dem „nur“ der Oberkörper vom Gurt gehalten wird und in dem sich der Kopf des Kindes frei nach vorne bewegen kann.
Was sind die drei wichtigsten Tipps beim Kauf eines Baby- bzw. Kinder-Autositzes?
1. Kindersitze werden in Gewichtsklassen eingeteilt. Daher das Kind vor dem Kauf wiegen und sich z. B. anhand von Testergebnissen über das Angebot an geeigneten Kindersitzen informieren.
2. Die in Frage kommenden Kindersitze ins eigene Fahrzeug einbauen. So kann sichergestellt werden, dass der Sitz gut ins Fahrzeug passt. BEGRÜNDUNG: Die Lage der Gurte und Form des Sitzpolsters kann die Passung der Kindersitze beeinflussen. Durch den Einbau werden mögliche Probleme aufgedeckt.
3. Das eigene Kind „Probe sitzen lassen“.
Wie lange „hält“ ein Sitz? Darf man auch gebrauchte Sitze verwenden?
Gerade in Bezug auf Seitenaufprallschutz haben sich einige Sitze in den letzten Jahren deutlich verbessert. Ältere Kindersitze sind zwar möglicherweise noch intakt, aber technisch überholt. Gebrauchte Kindersitze sollten aus bekannter Quelle stammen. So kann sichergestellt werden, dass der Kindersitz unbeschädigt und vollständig ist. Die Bedienungsanleitung muss auf alle Fälle dabei sein.
Meine Empfehlungen für die Weitergabe von Kindersitzen:
- einen Baby-Autositz (Sitz der ECE-Klasse 0+) für etwa drei Einsatzzyklen (typische Dauer von jeweils etwas über einem Jahr) verwenden
- einen Kindersitz der Klasse I für etwa zwei Einsatzzyklen (typische Dauer von etwa zweieinhalb Jahren) verwenden
- ein Sitzerhöher der Klassen II/III sollte wegen des langen Einsatzzeitraums (ca. 8 Jahre) bereits nach einem Kind entsorgt werden
Nach einem Unfall sollte der Kindersitz von einem Fachmann überprüft (auch die Kindersitz-Hersteller bieten dies an) und im Zweifelsfall nicht mehr verwendet werden.
Alte Kindersitze mit ECE-R44-02 Zulassung dürfen nicht mehr verwendet werden:
Infoseite ADAC >
Was besagt das ECE-Label und worauf muss ich hier achten?
Das ECE-Label bestätigt, dass der Kindersitz den Zulassungsvorschriften entspricht. Vorsicht: Es dürfen nur noch Kindersitze verwendet werden, die die Zulassung ECE-R44-03 oder neuer bestanden haben:
Infoseite ADAC >
Welches ist die sicherste Befestigung/Position eines Sitzes?
Der Kindersitz sollte sich so fest wie möglich mit dem Fahrzeug verbinden lassen. Sitze, die über Isofix im Fahrzeug montiert werden, erfüllen diese Anforderung meist besser, als Sitze die mittels Fahrzeuggurt eingebaut werden.
Da im Zusammenhang mit Frontairbags verschiedene Dinge zu beachten sind (z. B. Montageverbot von rückwärtsgerichteten Kindersitzen, Gurt muss vom oberen Umlenkpunkt zum Kindersitz stets nach vorne verlaufen, verschiedene Vorschriften von Fahrzeug- und Kindersitzherstellern) sollten Kinder bevorzugt hinten sitzen. Falls man nur ein Kind transportiert, ist es günstiger, wenn es auf der rechten Seite Platz nimmt. So kann man Problemen mit vorbeifahrenden Fahrzeugen aus dem Weg gehen.
Bei der Vielzahl unterschiedlicher Modelle verliert man leicht den Überblick. Wonach können sich Eltern richten, die sicher gehen wollen, dass sie den optimalen Sitz gewählt haben?
Am besten orientieren sich Eltern an Testergebissen (z.B. ADAC-Kindersitztest).
Wann ist ein Sitz korrekt eingebaut?
Es gibt nur wenige Autositze, die optimal in jedes Fahrzeug passen und sich wirklich fest einbauen lassen. Genau das ist jedoch das entscheidende Kriterium. Der Kindersitz muss sich fest installieren lassen und sollte danach möglichst nicht wackeln oder verrutschen. Ein Kindersitz, der mit den Fahrzeuggurten montiert wurde, sollte „hochhüpfen“ wenn das Gurtschloss vom Autogurt gelöst wird. Dies ist ein Zeichen, dass die Montage wirklich fest und der Kindersitz richtig ins Polster hineingepresst war.
Die richtige Kleidung für das Plus an Sicherheit
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind im Baby- bzw. Kinder-Autositz nicht zu dick angezogen ist. Dicke Kleidung trägt auf und verhindert, dass die Gurte eng am Körper anliegen. Besonders in Baby-Autositzen ist kein korrekter Gurtverlauf möglich, da die Gurte von der Schulter rutschen. Das bedeutet, dass es bei einem Unfall zu einer großen Vorverlagerung mit entsprechend höherer Belastung kommt.
Deshalb: Wenn möglich, bitte auf dicke Kleidung verzichten und Ihren Schatz mit einer Decke wärmen.
Kindersitze im Flugzeug
Nur wenige Modelle haben überhaupt die Zulassung für eine Verwendung im Flugzeug und dann nur für bestimmte Fluggesellschaften. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, nutzen Sie auf Flugreisen besser einen Kinder- bzw. Baby-Autositz der den TÜV Rheinland-Aufkleber „For use in aircraft“ trägt. Zusammen mit dem Luftfahrtbundesamt und einigen deutschen Airlines hat TÜV Rheinland ein Qualifizierungsverfahren für Kinder- Autositze entwickelt, das schon auf freiwilliger Basis von Air Berlin, Condor, LTU, TUI fly sowie dba angewandt wird. Diese Airlines verfügen in ihren Maschinen über geeignete Plätze für Kinder, auf denen die mitgebrachten Autokindersitze eingesetzt werden können. In jedem Fall sollten Sie sich rechtzeitig mit der jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung setzen, die Mitnahme eines Kindersitzes anmelden und einen separaten Sitzplatz für ihr Kind reservieren lassen. Denn nur mit einem eigenen Sitzplatz ist ein Baby oder Kleinkind an Bord bei Turbulenzen oder einem Unfall genauso sicher geschützt wie ein Erwachsener.
Stichwort ISOFIX
Was steckt dahinter? Und wie sicher ist ISOFIX?
ISOFIX ist ein international genormtes Befestigungssystem für Kindersitze mit eigenem Gurtsystem. Beim ISOFIX-System sind zwei Rastarme unten am Kindersitz angebracht. Diese Rastarme greifen mit Schnappverschlüssen um die Rastbügel, die an der Fahrzeugstruktur, zwischen der Sitzlehne und dem Sitzpolster, verankert sind. Dadurch ist der Kindersitz fest mit der Karosserie des Fahrzeugs verriegelt. ISOFIX-Kindersitze zeichnen sich durch eine besonders einfache Bedienung aus, wodurch das Risiko einer falschen Befestigung minimiert wird. Falsche Gurtführung zählt bei konventionellen Kindersitzen zu den häufigsten Ursachen für Unfall-Verletzungen trotz Kindersitz. Weiterhin wird durch die starre Verbindung mit der Karosserie das Risiko eines Nachgebens der Gurte und eines Aufpralls des Kindes bei einem Unfall minimiert. Aus diesen Gründen schneiden Sitze mit ISOFIX-Halterung bei Crash-Tests im Allgemeinen besser ab als identische Sitze mit konventioneller Gurthalterung. Das System wird daher von Verkehrssicherheitsexperten und Unfallforschern allgemein empfohlen.
Unsere Linktipps zu diesem Thema
http://www.gdv.de
http://www.dvr.de
http://www.adac.de
Herstellerinfos:
http://www.chicco-babycarsafety.com
http://www.britax-roemer.de