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19. Schwangerschaftswoche (SSW)

baby-walz Redaktion | Lesedauer: 8 Minuten | 06.11.2026
19. Schwangerschaftswoche

In der 19. Schwangerschaftswoche (SSW) ist fast die Hälfte der Schwangerschaft geschafft. Dein Baby ist jetzt sehr beweglich, seine Organe reifen weiter, und Dein Bauch wird immer deutlicher sichtbar. Dieser Ratgeber zeigt Dir, was in dieser Woche beim Baby passiert, welche Veränderungen Du bei Dir erwarten kannst und welche Vorsorgetermine anstehen.

Inhalte im Überblick

Wie entwickelt sich Dein Baby in der 19. SSW?

In der 19. SSW reifen die Organe Deines Babys weiter, und das Gehirn bildet verschiedene Regionen aus. Die Bereiche für die Sinne sind zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vollständig entwickelt. Dein Baby wächst und bewegt sich jetzt viel. Ein wichtiger Begriff ist die Lanugo-Behaarung. Das ist ein feiner, weicher Flaum, der den Körper des Babys bedeckt. Er schützt die Haut vor Stößen und vor dem Austrocknen durch das Fruchtwasser, zusammen mit der Käseschmiere, einer fettigen Schicht auf der Haut. Bei manchen Babys ist in dieser Woche schon erste Kopfbehaarung zu erkennen. Im Fruchtwasser stehen die Haare oft in alle Richtungen ab. Viele Babys kommen mit recht vollem Haar zur Welt, das später häufig ausfällt. Danach wachsen oft neue Haare nach, die teils eine andere Farbe haben. Leber und Milz nehmen in dieser Phase ihre Arbeit auf und unterstützen das Immunsystem des Babys. Die volle Leistung wird das Immunsystem allerdings erst lange nach der Geburt erreichen. Zudem schluckt Dein Baby in der Schwangerschaft ständig Fruchtwasser und scheidet es wieder aus. Dabei lagern sich im Darm Stoffwechselprodukte ab. Sie bilden nach der Geburt den ersten Stuhlgang, das sogenannte Kindspech (Mekonium). Es wird meist 12 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Manche Babys scheiden das Kindspech schon im Mutterleib aus. Dann verfärbt sich das Fruchtwasser grünlich. Das kommt meist vor, wenn das Baby unter Stress steht, etwa bei einem Sauerstoffmangel. Grünes Fruchtwasser ist ein Warnzeichen, das ärztlich überwacht werden muss. Akute Notfälle sind dadurch aber nur sehr selten.

Wichtig

Wenn Du bei einem vorzeitigen Blasensprung grünliches Fruchtwasser bemerkst, geh zur Sicherheit umgehend ins Krankenhaus.

Was verändert sich bei Dir?

Dein Bauch wird in dieser Woche gut sichtbar. Die Gebärmutter wächst weiter und drückt mit der Zeit auf andere Organe. Das kann sich unangenehm anfühlen. Die Schwangerschaftshormone wirken sich bei vielen Frauen auch auf Haut und Haare aus. Gleichzeitig lockern sie das Gewebe. Pflege Deine Haut deshalb sanft, und stelle bei Bedarf auf Produkte um, die Du in der Schwangerschaft gut verträgst. Dabei hilft Dir auch Deine Hebamme oder Apotheke. Durch die Schwangerschaft kann es auch zu einem sogenannten Schwangerschaftsschnupfen kommen. Dabei handelt es sich um eine verstopfte Nase ohne Erkältung oder Allergie. Das entsteht durch die hormonelle Umstellung, die die Nasenschleimhaut anschwellen lässt. Es gilt als harmlos und verschwindet nach der Geburt meist wieder. Die Beschwerden können über mehrere Wochen anhalten. Dagegen helfen Meersalz Nasensprays und Nasenduschen zur Befeuchtung der Nasenschleimhaut. Auch Hochlagern des Kopfes beim Schlafen kann helfen. Abschwellende Nasensprays solltest Du nicht eigenmächtig über längere Zeit verwenden. Sprich vor der Anwendung mit Deiner Hebamme, Deinen Ärzten oder der Apotheke. Hält die verstopfte Nase länger an, lass sie ärztlich abklären.

Wie bereits im Ratgeber der 18. Schwangerschaftswoche erklärt, kann es bei Dir zu Übungswehen kommen. Übungswehen sind unregelmäßige Verhärtungen der Gebärmutter. Sie bereiten den Körper auf die Geburt vor. Sie können sich als leichtes Ziehen im Bauch bemerkbar machen. Geh ins Krankenhaus, wenn Du starke Schmerzen, Blutungen oder einen harten Bauch bemerkst oder wenn die Kontraktionen deutlicher und regelmäßiger werden. Das gilt auch für Flüssigkeitsabgang, grünliches Fruchtwasser und bei starken Blutungen oder akuten Beschwerden.

Welche Vorsorge steht zwischen der 19. und 22. SSW an?

Zwischen der 19. und 22. SSW ist die zweite Ultraschalluntersuchung vorgesehen. Sie gehört zur Schwangerschaftsvorsorge, auf die Du in Deutschland Anspruch hast . Dabei wird das Baby vermessen. Die Ärztin oder der Arzt prüft zudem die Lage von Gebärmutter und Plazenta sowie die Herzaktivität des Babys. Außerdem lässt sich nun meist sicher feststellen, ob Du ein Baby oder Merlinge erwartest. Beim zweiten Ultraschall kannst Du zwischen einer Basis-Ultraschalluntersuchung und einer erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung wählen. So lassen sich eventuelle Auffälligkeiten besser erkennen. Die Entscheidung liegt bei Dir. Lass Dir vorab erklären, was jede Variante leistet.

Wie findest Du eine Hebamme?

Solltest Du bisher noch keine Hebamme haben, dann lohnt sich die Suche nach einer Hebamme oder einer Geburtshilfe jetzt. Am besten funktioniert sie über Empfehlungen aus dem Freundes- und Verwandtenkreis. Der Deutsche Hebammenverband bietet ebenfalls eine Hebammensuche an. Auch der Besuch einer Geburtsstation oder eines Geburtshauses kann hilfreich sein. Dort arbeiten oft Beleghebammen, die Vor- und Nachsorge begleiten. Viele Kliniken und Geburtshäuser bieten auch Informationsabende an.

Unser Tipp

Notiere Deine Fragen zur Geburt schon jetzt, zum Beispiel: Welche Geburtsform passt zu mir? Wie stehe ich zu Schmerzmitteln? Ist eine Geburt im Wasser möglich? Nimm die Liste zur Hebamme oder Ärztin mit. So bleibt im Termin mehr Zeit für Deine persönlichen Fragen.

FAQs zur 19. SSW

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Quellen: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsvorsorge/ultraschall/, https://www.aok.de/pk/magazin/familie/baby-kleinkind/kindspech-und-gruenes-fruchtwasser-was-eltern-wissen-sollten/

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