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Reboarder

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Was ist ein Reboarder?

Ein Kindersitz im eigenen PKW ist Pflicht. Damit Babys und Kleinkinder auf kurzen und langen Fahrten sicher Platz nehmen und im Falle des Falles optimal geschützt sind, empfiehlt sich ein Reboarder-Kindersitz. Dabei handelt es sich um einen Sitz, in dem das Kind entgegen der Fahrtrichtung auf der Rückbank sitzt. Unfallstatistiken belegen, dass bei einem frontalen Auffahrunfall – der häufigsten Kollisionsart – der rückwärtsgerichtete Sitz den kleinen Körper besser auffängt als ein klassischer, nach vorn gerichteter Sitz. Dies ist das Ergebnis länderübergreifender Studien. Außerdem hat man herausgefunden, dass ein Kindersitz in der Reboard-Variante nicht nur für die Kleinsten perfekt geeignet ist, sondern auch für etwas größere Kinder verwendet werden sollte: Bis Dein Kind vier Jahre alt ist, kannst Du es auf diese Weise im Auto transportieren.

Warum sollen Kinder solange wie möglich rückwärts im Auto fahren?

Die Muskeln und Sehnen von Kleinkindern, vor allem im Hals- und Nackenbereich, sind noch nicht so weit entwickelt um die bei einer Kollision wirkenden Kräfte abzufedern. Der schwere Kopf des Kindes wird bei einem Aufprall nach vorn geschleudert, was zur Überdehnung der Wirbelsäule führt. Wird diese in irgendeiner Weise beeinträchtigt, kann das schwerwiegende Folgen haben – und das bereits im einfachen Stadtverkehr mit einer Geschwindigkeit zwischen 30 und 50 km/h. Bei einer seitlichen – aber viel selteneren – Kollision sind die Reboard Kindersitze genau so sicher wie ihre nach vorne gerichteten Pendants. Durch die hier auftretenden Verzögerungskräfte wird das Kind bei einem Aufprall in den schützenden Sitz gedrückt. Kommt es zu einer Heckkollision, ist der Junior in seinem Reboard Kindersitz relativ weit von der Kontaktstelle entfernt.

Ist ein Reboarder Pflicht?

In Deutschland muss jedes Kind, das noch keine 1,50 m groß ist, in einem Kindersitz im Auto mitfahren. Für eine Zulassung im Straßenverkehr brauchen Kindersitze eine amtliche Genehmigung. Nur Kindersitze mit der Prüfnorm UN ECE Reg. 129, UN ECE Reg. 44/3 und 44/4 sind zugelassen. Nach der alten Prüfnorm wurden Kindersitze in Gruppen nach Gewicht des Kindes eingeteilt. Nur Kindersitze der Gruppe 0+ müssen rückwärtsgerichtet im Auto eingebaut sein. Das entspricht einem Körpergewicht von 13 kg, darunter fallen alle Babyschalen. Nach der neuen Norm müssen alle Kinder, die mit einem i-Size Kindersitz fahren bis zum Alter von mind. 15 Monaten rückwärtsgerichtet mitfahren. Eine generelle Pflicht für Reboarder gibt es also nicht.

Wie lange darf mein Kind im Reboarder mitfahren?

Die meisten Reboarder sind für eine Nutzung bis 18 kg (ca. 4 Jahre) zugelassen. Nach der i-size Zulassung dürfen Reboarder bis zu einer Körpergröße von 105 cm und 18 kg (auch ca. 4 Jahre) genutzt werden. Experten empfehlen Kinder solange wie möglich rückwärtsgerichtet im Auto zu transportieren. Vergleicht man den Kopf der Kinder mit dem eines Erwachsenen, dann stellt man fest, dass je kleiner das Kind, desto größer der Kopf im Verhältnis zum Körper ist. Bei einem Frontalaufprall können Kleinkinder den schweren Kopf kaum halten. In einem nach vorne gerichteten Kindersitz würde der Kopf nach vorne fallen, Verletzungen der Halswirbelsäule sind möglich.

Welcher Kindersitz kommt nach dem Reboarder?

Für einen größeren Kindersitz sollte Dein Kind min. 100 cm groß sein (Anforderung für größere i-size Sitze) oder min. 15 kg wiegen (Anforderung für Sitze nach ECE-R 44/04). Ist das der Fall, findest Du alle größeren Kindersitze hier >. Die zuletzt mit „Gut“ bewerteten Kindersitze sind in der Gruppe i-size (100 – 150 cm) der cybex SOLUTION Z I-FIX und in der Gruppe 15 -36 kg der cybex SOLUTION B-FIX. Weiter zu den Testsiegern >

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